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 Abteilung Tischtennis des SV Grün-Weiß Mühlen

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Aktualisiert am 13.02.2012

Ein solcher Empfang wurde ihm noch nie bereitet: Bei einem Besuch der Tischtennisabteilung von Grün-Weiß Mühlen standen fast 40 Kinder schon bei der Begrüßung laut jubelnd Spalier. Und sie waren am Ende begeistert von Holger Nikelis Demonstrationen…

Er ist an Schulen, in Vereinen, in Kliniken und für Verbände unterwegs, doch einen solchen Empfang hatte man ihm bisher noch nie bereitet: Als Holger Nikelis am Donnerstagabend mit seinem Rollstuhl in die Sporthalle von Grün-Weiß Mühlen fuhr, standen fast 40 Kinder „Holger, Holger“ rufend im Eingang Spalier und klatschten lautstark Beifall. „Das war schon beeindruckend“, sagt der 33-Jährige.

Aus Köln war der Paralympicssieger von 2004 ins niedersächsische Reiterdorf Mühlen gekommen, um den Kindern und Jugendlichen der Tischtennisabteilung aus seinem Leben als Rollstuhl-Tischtennisspieler zu berichten. Um Fragen zu beantworten. Und um zu zeigen, wie er aus dem Rollstuhl heraus die schnellste Rückschlagsportart der Welt spielt.

Neben den zahlreichen Kindern waren auch knapp 15 erwachsene Sportinteressierte und Medienvertreter anwesend. Und nach einer kurzen Begrüßung legte Holger Nikelis auch schon los. Wie er zum Tischtennis kam, warum er an den Rollstuhl gebunden ist und welche Erfolge im Behindertensport er schon gefeiert habe – all das erzählte der amtierende Weltmeister und Weltranglistenerste dem aufmerksam lauschenden Publikum.

Zahlreiche Fragen der Kinder

Doch schon nach kurzer Zeit gingen die Finger hoch und die Kinder stellten ihre ersten Fragen. Wie er im Spiel an hohe oder kurze Bälle herankommt, fragte etwa Lauritz Willenborg (10). Oskar Beier (8) wollte wissen, wie er sich am Tisch im Rollstuhl bewegt. Und Annemarie Meyer (12) stellte die Frage, ob er schon einmal mit seinem Rolli beim Tischtennis umgefallen sei.

„Die Kinder waren sehr interessiert und wissbegierig. Genau das ist es, was ich mit diesen Besuchen bewirken möchte. Interesse zu entwickeln und für Verständnis zu werben“, sagt Nikelis, der derlei Auftritte in der Zukunft deutlich verstärken will. „Gerade mit Kindern zu sprechen und ihnen zu zeigen, was alles geht, wenn man im Rollstuhl sitzt ist enorm wichtig, um das Thema Inklusion weiter voranzutreiben.“

Nach der Fragerunde demonstrierte Holger Nikelis den Mühlenern, wie er sich den Tischtennisschläger mit einer Bandage um das Handgelenk wickelt – und erntete gerade bei den jüngsten Kindern erstaunte Blicke. „Kann man damit denn überhaupt spielen?“, fragte eines. Dass er kann, das bewies er dann beim sich anschließenden Spiel am Tischtennistisch.

Dabei zeigte Nikelis ein paar seiner Paradeschläge: Bälle, die er an der Seitenlinie hinaus spielt etwa. Oder wie er mit einem kleinen Effet-Trick beim Aufschlag seinen Kontrahenten verunsichern kann. Dann bat er die Kinder zum großen Rundlauf. Thomas Bünnemeyer (12) stellte sich als Sieger heraus und durfte am Ende einen Satz gegen den mehrfachen Deutschen und Europameister spielen.

Ins Schwitzen gekommen

Wie es ist, wenn man im Sitzen Tischtennis spielt, das durfte dann auch einer der Herrenspieler des Vereins, Frank Kühling erfahren. Er setzte sich auf einen Stuhl und spielte ein paar Punkte gegen Nikelis. Dabei kam er ganz schön ins Schwitzen. „Das war eine sehr interessante Erfahrung“, sagte der Bezirksklassenspieler von GW Mühlen.

Auch viele der Kinder probierten das Tischtennis spielen im Sitzen aus. Und machten damit eine außergewöhnliche Sporterfahrung. „Das ist ganz schön schwierig. Jetzt weiß man erst, wie gut Holger Nikelis eigentlich spielt“, sagte Robert Kröger (12).

Zum Abschluss des knapp eineinhalb stündigen Besuches gab es für die Kinder noch eine kleine Überraschung. Mit Unterstützung seines Ausrüsters Butterfly hatte Nikelis kleine Butterfly-Stoffschuhe mitgebracht, die als Balltasche dienen, sowie Poster von Deutschlands erfolgreichstem Tischtennisspieler bei den Fußgängern, Timo Boll. Autogramme von Nikelis – auf Schläger, Poster und Karten - gab es natürlich auch.

„Das war eine ganz tolle Aktion“, hieß es dann am Ende auch unisono bei den Kindern, Erwachsenen, Eltern - und auch bei Holger Nikelis.

Der mit einem lautstarken Applaus aus der Halle wieder verabschiedet wurde.

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GW Mühlen TT-Ortsmeisterschaft am 22.09.2011

Am Donnerstag, dem 22.09.2011, wurden die TT-Ortsmeisterschaft bei GW Mühlen durchgeführt.

Ausgespielt wurde eine Herren A-Klasse, eine Herren B-Klasse und eine Damenklasse.

Sieger der Herren A-Klasse wurde Paul Willenbring, der im Finale Christian Schrand mit 3:0 Sätzen besiegte. Platz 3 ging an Guido Mechsner, der sich im kleinen Finale mit 3:1 gegen Frank Kühling durchsetzen konnte.

In der Herren B Klasse siegte Oldie Anton Kühling. Er konnte sich ohne Niederlage in den Gruppenspielen behaupten und gewann in der Finalrunde gegen Thorsten Hinrichs und Frank Heitmann.

Den Titel im Damenwettbewerb gewann Iren Kröger vor Kristin Olberding und Stefanie Riethmüller.

Die Doppelmeisterschaft holten sich Paul Willenbring und Rainer Kühling. In einem spannenden Finale gingen sie mit 3:2 Sätze gegen das favorisierte Paar Christian Schrand/Hugo Kohorst als Sieger hervor.

Herren A

  • Paul Willenbring
  • Christian Schrand
  • Guido Mechsner
  • Frank Kühling
  • Harald Schypke
  • Alexander Kesner
  • Thomas Stuke
  • Mathias Fangmann
  • Dirk Kühling

Herren B

  • Anton Kühling
  • Thorsten Hinrichs
  • Frank Heitmann
  • Hugo Kohorst
  • Rainer Kühling

Damen

  • Iren Kröger
  • Kristin Olberding
  • Staphanie Riethmüller

Doppel

  • Paul Willenbring/ Rainer Kühling
  • Christian Schrand/Hugo Kohorrst
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